Der Mobilfunk-Discounter Klarmobil hat sich jetzt einen neue Werbestrategie einfallen lassen. Das Unternehmen plant, in verschiedenen Städten “Umsonstzellen” aufzustellen. Dort können Passanten kostenlos telefonieren oder im Internet surfen. Durch Werbung in den “Telefonhäuschen” soll sich diese Werbeaktion selbst finanzieren. Bisher wurden in Bonn, Bremen, Rostock, Potsdam, Kiel, Dortmund und Stuttgart die ersten acht der “Umsonstzellen” aufgestellt. Darin befindet sich neben einem separaten Telefon ein PC mit Tastatur und Trackball. “Mit der Klarmobil.de-Umsonstzelle bündeln wir die heutigen Möglichkeiten der mobilen Kommunikation an ihrem ursprünglichen Ort, der Telefonzelle und machen sie jedem kostenlos zugänglich”, erläutert der Marketingleiter von Klarmobil, Malte Günther. “Wir wollen die Ära der Telefonzelle fortführen. Getreu unserem Motto ‘Andere bauen ab, wir bauen auf’ soll die Umsonstzelle in Zukunft deutschlandweit an hochfrequentierten Orten kostenlose Kommunikation für jedermann bieten.” Partnerunternehmen des Discounters haben auch die Möglichkeit, für ihre eigene Werbung eine der “Umsonstzellen” zu kaufen.
Der Elektrokonzern Samsung hat sich entschieden, den Verkaufsstart seines neuen Smartphones zu verschieben. Ein Sprecher des Unternehmens gab als Grund an, der Zeitpunkt der Markteinführung für das neue Smartphone sei “im Moment schlecht, nach dem Tod von Steve Jobs“. Samsung hofft mit dem neuen Galaxy-Handy, dem verbesserten Apple iPhone 4S erfolgreich Konkurrenz machen zu können. Das iPhone S4 wird ab Freitag in den USA, Frankreich, Großbritannien, Deutschland, Australien und Japan verkauft werden. Äußerlich unterscheidet es sich zwar kaum von seinem Vorgänger, jedoch hat das neue iPhone einen schnelleren Prozessor und ein stärkeres Akku, sowie eine neue Sprachsoftware, durch welche die Menüführung des Gerätes noch einfacher werden soll. Samsung und Apple führen aktuell eine Serie von Patentklagen um die Urheberrechte der Apple- und Samsung-Produkte.
Immer häufiger werden Handys zum bezahlen verwendet. Wie aus einer Untersuchung des US-amerikanischen Marktforschungsunternehmens Gartner hervorgeht, stieg die Zahl der Transaktionen die im ersten Halbjahr dieses Jahres über Handys abgewickelt wurden, auf ein Gesamtvolumen von 86 Milliarden Dollar weltweit. Damit wurden 2011 schon 76 Prozent mehr an Geld über Handyzahlsysteme, als im Vorjahr. Nicht nur die Höhe der Kaufpreise die über Handys gezahlt werden erhöhte sich, auch die Anzahl der Kaufabwicklungen über die neuen Zahlsysteme erhöhte sich um 38 Prozent. Die Forschungsleiterin von Gartner, Sandy Shen, bestätigt aber auch, dass vor allem in den Entwicklungsländern diese Option noch wenig genutzt wird. Dies liegt vor allem an der noch fehlenden Infrastruktur der Mobilfunkbetreiber. Während in einigen Ländern die Bezahlung mittels SMS schon Normalität ist, fehlt in vielen Ländern noch ein an die örtlichen Gegebenheiten angepasstes System der Abrechnung. Doch gerade für ärmere Länder sehen Wirtschaftsforscher und Telekommunikationsunternehmen große Chancen für die Bezahlung mit einem Handy, die hier überproportional viele Menschen zwar ein Handy, jedoch kein Bankkonto haben. Im nächsten Schritt sollen Handys jetzt mit einem gesonderten Chip ausgestattet werden, der durch Lesegeräte aktiviert und für Abbuchungen in Höhe der jeweils vereinbarten Guthaben freigeschaltet werden soll. Gartner rechnet damit, dass es noch circa vier Jahre dauern wird, um die Handynutzer von der neuen Technologie zu überzeugen.
Mit der Anmeldung bei einem Internetspiel, sollen Handy-Nutzer zukünftig kostenlos SMS versenden können, indem sie sich die Frei-SMS erspielen. Geeignet dafür sind Apple- und Android-Geräte, wie die Firma “Pinger”, bei der Präsentation der neuen Geschäftsidee angab. Für die Zukunft plant “Pinger” ein ähnliches Modell für Internet-Telefonie. Wie die Firma es schafft, die SMS kostenlos zu versenden, ist im Abrechnungssystem von SMS begründet und so genial wie einfach. Normalerweise müssen die Absender von SMS dafür bezahlen, nicht die Empfänger. Zwischen den Mobilfunkanbietern gibt es aber Vereinbarungen, die regeln, dass der Anbieter des SMS-Empfängers einen Teil der Kosten an den Anbieter des SMS-Senders erstattet. Wenn also genauso viele SMS von einem Anbieter gesendet wie empfangen werden, zahlt weder der Sender-Anbieter, noch der Empfänger-Anbieter etwas. “Wenn eine Million Nachrichten rausgehen und eine Million Nachrichten kommen rein, dann schuldet am Ende keiner dem anderen etwas”, erläutert einer der Pinger-Mitgründer, Joe Sipher. Die Firma “Pinger” wiederum finanziert sich einfach über Werbeeinnahmen.
Die Telekom hat gestern über ihren Twitter-Account bekannt gegeben, dass sie rückwirkend ab dem 10. März alle Telefonate und SMS, die von Deutschland nach Japan gehen, kostenlos durchstellt. Dies soll vor allem den Hilfsorganisationen und den hier lebenden Angehörigen helfen, während der nächsten Wochen Kontakt zu ihrer Familie zu halten. Betroffene können sich mit einem einfachen Anruf auf der Hotline der Telekom die angefallenen Telefon- oder Handykosten zurück erstatten lassen. Hilfsorganisationen werden Telefonkosten nach Japan von vorn herein nicht berechnet. Niek Jan van Damme, Chef der Telekom Deutschlands erklärt: “So können wir als Deutsche Telekom schnell und unbürokratisch einen kleinen Beitrag für die Bewältigung der Katastrophe leisten.” Die Aktion soll vorerst bis zum 9. April laufen.